Hof Neumühlen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit der Gründung der Einrichtung im November 1992 hat sich unser pädagogisches und therapeutisches Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Anhand unseres ausführlichen Konzepts können Sie sich über unsere derzeitigen Schwerpunkte informieren.

Sollten Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns haben, unsere Einrichtung einmal besichtigen oder nur Informationen einholen wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
Ute Kurz

Aufnahmekriterien


Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens führen wir stets ein „Kennenlerngespräch“ bei uns auf dem Hof Neumühlen durch. Dieses Gespräch dient dazu, dass sich die Kinder oder Jugendlichen, aber auch die Eltern einen Eindruck über das neue Lebensumfeld machen und gleichzeitig schon Teile des Personals kennen lernen können. Das Aufnahmegespräch findet regelmäßig in Begleitung des Jugendamtes stattfinden.

Nicht aufgenommen werden können Kinder und Jugendliche

  • die akute psychiatrische Störungsbilder aufweisen (Wahn, Halluzinationen),
  • mit Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa), die einer intensiven medizinischen Betreuung bedürfen,
  • die offensichtlich drogenabhängig sind (Alkohol, Opioide, Kokain, Tabletten, etc.), sich in einem Ersatzdrogenprogramm oder im Entzug befinden,
  • von denen eine Gefährdung für Personen, Lebewesen und Gebäude ausgeht (z.B. schwere Delinquenz, Pyromanie, akute Suizidalität u. ä.).

Außerdem erlaubt die personelle und technische Ausstattung unserer Einrichtung nicht, dass Kinder und Jugendliche aufgenommen werden, die

  • körperlich und geistig schwerbehindert sind,
  • insbesondere auf einen Rollstuhl angewiesen sind,
  • pflegebedürftig sind,
  • eine tiefgreifende Entwicklungsstörung zeigen (Autismus, Tourett-Syndrom).

Zusammenarbeit mit den Jugendämtern


Wir legen sehr großen Wert auf eine Zusammenarbeit und einen Informationsaustausch mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen des entsendenden ASD und der zuständigen Jugendämter.

Besonders zu Beginn einer Hilfemaßnahme ist es für uns wichtig, umfangreiche Informationen über den Jugendlichen, dessen Herkunftsfamilie und die aktuelle Situation zu erhalten. Diese Informationen und ihre persönliche Einschätzung sind der Basis, auf dem wir unsere Arbeit erst aufbauen können.

Bei einer Neuaufnahme erhalten die zuständigen Kollegen vom Jugendamt den Erstbericht nach ca. vier bis sechs Wochen. In diesem Bericht ist außer der Entwicklung des Kindes/Jugendlichen auch enthalten, welcher Mitarbeiter in welcher Funktion mit dem Kind/Jugendlichen zukünftig arbeiten wird und dementsprechend auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Im weiteren Verlauf der Hilfemaßnahme informieren wir die zuständigen Kollegen über gravierende Veränderungen oder Vorkommnisse, um dann eine gemeinsame Vorgehensweise abzustimmen. Ein großer Bestandteil unserer Arbeit beinhaltet die maßgebliche Hilfeplanung sowie deren Fortschreibung.

Betreuungsform und Elternarbeit


Um ein möglichst breites Spektrum an pädagogischen Möglichkeiten zu bieten, hat jede Gruppe ein eigenes Haus mit Garten. Wir sind in der glücklichen Lage, den Kindern und Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten der Betreuung und Begleitung anbieten zu können.

  • das Leben in einer Gruppe von sieben bis zehn Jugendlichen
  • Wohnen in Mädchengruppen oder in koedukativen Gruppen
  • Einzelbetreuung
  • gruppenangebundenes Wohnen als Vorbereitung zur Verselbständigung
  • betreutes Einzelwohnen für Jugendliche, die nach unseren pädagogischen Einschätzungen dazu in der Lage sind
  • psychologische und therapeutische Betreuung/Begleitung


Ein besonders wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit ist - wenn möglich - die Einbeziehung der Eltern/Angehörigen oder Bezugspersonen der Jugendlichen.

Um den Eltern unserer Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zu eingehender Information und auch Beratung in Erziehungsfragen zu geben, stehen die jeweiligen (Bezugs)-BetreuerInnen sowie unsere PsychologInnen/TherapeutInnen zur Verfügung. Wenn es von den Eltern gewünscht wird, gibt es regelmäßige Gespräche mit den BezugsbetreuerInnen oder auch Teilen des BetreuerInnenteams der Jugendlichen.


Die Zusammenarbeit mit den Eltern unserer Kinder und Jugendlichen ist eine wichtige Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Demzufolge freuen wir uns, dass wir den Eltern für einen Besuch bei ihren Kindern darüber hinaus eine Wohnung zur Verfügung stellen können, in welcher in ruhiger Atmosphäre gemeinsame Zeit verbracht werden kann, ohne dass zusätzliche Kosten für die Unterkunft entstehen.

Unsere Einrichtungen


Die Einrichtung verfügt aktuell über folgende Wohngruppen:

  • Wohngruppe Grotenheid, sieben vollstationäre Plätze
  • Wohngruppe Hof Neumühlen, zehn vollstationäre Plätze
  • Wohngruppe Emkendorf, elf vollstationäre Plätze, drei Plätze zur Verselbstständigung
  • Mädchenwohngruppe, acht vollstationäre Plätze, zwei Plätze zur Verselbstständigung
  • Haus Bokelholm, drei Plätze zur Verselbstständigung

Heiminterne Schule am Hof Neumühlen


Bei unserer heiminternen Schule am Hof Neumühlen handelt es sich um eine von den Schulbehörden anerkannte „lerntherapeutische Einrichtung“. Unser Kernteam besteht aus vier Lehrkräften, die durch ihre Ausbildung in besonderem Maße pädagogisches und psychologisches Fachwissen vereinen und zum Teil auf eine langjährige Erfahrung mit der angesprochenen Schülerklientel zurückblicken können.

Unsere Therapie und Freizeitangebote


Gegenwärtig können wir unseren Kindern und Jugendlichen folgende Therapie- und Freizeitangebote anbieten:

Therapien

  • Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren
  • Kunsttherapie
  • Psychologische Hilfen
  • Kreativpädagogik
  • Musiktherapie


Freizeitangebote

  • Motocross
  • Sport (z. B. verschiedene Fitnessangebote, Kletterpark, Wandern, Radtouren, Yoga, Schwimmen etc.)
  • Kochen
  • Gemüsegarten
  • Regelmäßige Ferienfreizeiten im In- und Ausland (etwa in USA, Kroatien, Korsika, Norwegen, Schweden, Polen, Dänemark, Belgien)

Schulische, berufliche Hilfe und Integration



Die Kinder und Jugendlichen unserer Einrichtung besuchen die allgemeinbildenden Schulen, berufliche Orientierungsmaßnahmen oder Berufsschulen, ausbildungs-und berufsvorbereitende Maßnahmen oder absolvieren eine Ausbildung.

Um die Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen, bieten wir unterschiedliche Nachhilfemöglichkeiten an, die über regelmäßige Hausbesuche unserer Nachhilfelehrerin hin bis zu passgenauer intensive Nachhilfe unserer heiminternen Lehrkräfte reichen.

Kinderschutz


Das Kindeswohl ist Kernbestandteil unserer Arbeit und gleichzeitig an das Individuum und die individuelle Herangehens- und Handlungsweise der einzelnen Erziehenden gebunden. Die aktuellen Gesetze und Verordnungen (Bundeskinderschutzgesetz, Heimrichtlinien etc.) bilden hierbei die Grundlage.

Zur Förderung der Selbstschutzkompetenzen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen steht die Partizipation und somit der erste Schritt in ein selbstbestimmtes Leben für uns an oberster Stelle.

Ein transparentes Beschwerdemanagement, ein selbstgewähltes Kinderparlament sowie zwei Vertrauensmitarbeiter bilden nur einen Teil unseres internen Schutzkonzepts.

Betreutes Einzelwohnen


Unser Betreuungsangebot in diesem Rahmen richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige beiderlei Geschlechts, die Anspruch auf Hilfeleistungen im Sinne der §§ 34, 35, 35a, 41 KJHG haben. In der Regel sollen Jugendliche angesprochen werden, die das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben und sich bereits in der vollstationären Betreuung durch unsere Einrichtung befinden.

Die jungen Volljährigen können im Rahmen der Verselbständigung eine trägereigene Wohnung beziehen.

Kontakt/Impressum


Hof Neumühlen GmbH
Geschäftsführerin: Erzieherin und Reittherapeutin Ute Kurz

Neumühlen 1
24802 Emkendorf, OT Kleinvollstedt

T 04330 / 12 01
F 04330 / 10 42

info@hof-neumuehlen.de

Handelsregistereintrag: HRB Kiel 7422